Konzepte

IntraActPlus

Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie- und Interventionsansatz, der von Fritz Jansen und Uta Streit auf der Basis von Ergebnissen der psychologischen Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig wei­terentwickelt wird.

Stärker als in der Verhaltenstherapie sonst üblich wird Beziehung mit in die Arbeit einbezogen. Um Beziehungssignale, die meist im Bereich von Millisekunden gesendet und verarbeitet werden, zu erfassen, wurde als Besonderheit des IntraActPlus-Konzeptes die Videoarbeit perfektioniert.

Das IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen ab. Der Prävention von seelischen Störungen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Entwicklung von Lernprogrammen ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des IntraActPlus-Konzeptes.

Säuglingstherapie nach IntraActPlus

Kinder, die bereits im Säuglingsalter durch heftige Schreiattacken, Fütterschwierigkeiten, Ein- und Durchschlafstörungen auffielen, zeigen später häufig im Kindergarten- und Schulalter Auffälligkeiten wie Aufmerksamkeitsstörungen, Lernblockierungen, aggressives Verhalten und andere Schwierigkeiten. Ist der Körperkontakt blockiert, zeigen Babys häufig bereits in den ersten Lebensmonaten Regulations- und Interaktionsschwierigkeiten. Daher ist es besonders wichtig Körperkontaktblockierungen frühzeitig zu diagnostizieren, um erfolgreich behandeln zu können.

Aber auch Störungen in der Verarbeitung von Sinnesreizen (sensorische Integrationsstörungen) können Ursache dafür sein, dass ein Baby schreit.

In der Therapie werden anhand der videogestützten Diagnostik mögliche Regulations- und Interaktionsstörungen deutlich. Die Behandlung wird nach dem IntraActPlus-Konzept durchgeführt, welche eine verhaltenstherapeutische-videogestützte Therapiemethode darstellt.

Inhalte der Therapie können sein:

  • Wahrnehmungstraining anhand von Videoaufnahmen
  • Anpassung des Alltagablaufes an die Bedürfnisse des Babys
  • Besprechung und Einsatz von Hilfsmitteln
  • Bindung und Beziehung nach IntraActPlus
  • Ess-Training
  • Ein- und Durchschlaftraining
  • Bratung und Unterstützung in schwierigen Alltags-Situationen (Füttern, Wickeln, Schlafen, Grenzsetzung, etc.)

Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi

Die Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi umfasst gymnastische Übungen und psychomotorische Spielanregungen für Vorschul- und Schulkinder zum Nachtrainieren und Unterstützen physiologischer Haltungs- und Bewegungsmuster. Zu erzielen sind neben der Verbesserungen der grobmotorischen Koordination auch feinmotorische, blickmotorische und artikulatorische Verbesserungen. Mit der Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi werden die körperlichen Voraussetzungen für das schulische Lernvermögen erarbeitet.

Im Alltag fallen betroffene Kinder auf durch:

  • Tollpatschigkeit
  • Unrunde Bewegungen
  • Haltungsprobleme
  • Auffällige Mundmotorik
  • Undeutliche Aussprache
  • Seitigkeitsprobleme
  • Umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung
  • Rechenschwierigkeiten
  • Visuelle Wahrnehmungsstörungen
  • Schwierigkeiten in der Graphomotorik
  • Enuresis und Enkopresis

Einhergehend mit einer verbesserten körperbezogenen Selbstwahrnehmung kann auch die Entwicklung der Selbstkompetenz, der Sozialkompetenz und der Lernkompetenz des heranwachsenden Kindes deutlich verbessert werden. Eine Vielzahl an Verhaltensauffälligkeiten lassen sich durch die PäPKi-Förderung reduzieren. Ein weiterer Schwerpunkt bei der PäPKi-Förderung liegt auf dem Einbeziehen der Eltern. Gezieltes Zeigen und Erklären von Bewegungs- und Entwicklungsphasen und -zielen stehen im Mittelpunkt der PäPKi-Förderung. Sie bekommen Handwerkszeug vermittelt, mit dem sie die vielfältigen Entwicklungsauffälligkeiten besser einschätzen und mittels gezieltem Handelns und gezielter gymnastischer Übungen reduzieren können. Mit dem Einbeziehen der Eltern bei der meist im häuslichen Rahmen stattfindenden PäPKi- Förderung wird ein veränderter, die Entwicklung unterstützender Umgang mit dem betroffenen Kind erreicht. Das pädagogische Handeln und letztlich das familiäre Miteinander ändern sich ins Positive.